Lieblingsmenschen von Laura de Weck

 

Anna ist seit 6 Jahren mit Philip zusammen. Ausserdem studiert sie fleissig Philosophie. Darius ist mit etwas ganz Grossem beschäftigt und scheint darüber sein Studium zu vergessen. Er hat was mit Lili, deren beste Freundin Jule ist. Früher war Jule mit Darius zusammen, aber mittlerweile konzentriert sie sich vor allem auf eine Schauspielkarriere. Und aus Mitleid schläft sie auch mal mit Sven. Der wiederum will die Frauen verstehen, kann einem aber nur leidtun. Aber eigentlich lieben alle Philipp.

 

Laura de Weck versteht es in ihrem Debütstück „Lieblingsmenschen“, diese sich nach Authentizität sehnende Jugend in einer Ästhetik des Nicht-Kommunizierens einzufangen. 

SchauspielerInnen und ihr Rollen
Gioia Schaller      Jule
Simone Keller      Lili
Matthias Felder    Darius
Rahel Grüter        Anna
Michael Bucheli   Sven

Regie, Bühnenkonzept und Kostüme

Nina Halpern

 

Lichtdesign

Markus Güdel

 

Technik

Lukas Schumacher

 

Grafik

Andi Kiener

 

Fotos

Geni Ming

 

Produktionsteam

Pia Bühler, Diana Bösch, Priska Keller, Claudia Affolter, Bruno Buchmann, Geni Ming

 

Pressestimme 

 

Die Stolperwelt der ständigen Kommunikation

Verstrickt und gefangen in leeren Kommunikationsfloskeln; das JT Ruswil hält der Handywelt einen Spiegel vor.

Der Himmel hängt buchstäblich voller Handys. Beliebig und nonstop können sie von den 5 Protagonisten auf der Bühne ergriffen werden, können Botschaften empfangen und weitergeben. Die jungen Leute kommunizieren nonstop, auch dann, wenn eigentlich nichts zu sagen ist.

Das Stück "Lieblingsmenschen" von Laura de Weck spielt im Studentenmilieu. Es ist bedrückend mitzuerleben, wie sich da junge Leute scheinbar in ihrem Alltag souverän und einigermassen unbeschwert bewegen - in der seichten Kommunikationswelt, aber schliesslich untergehen. Missverständnisse, Unverbindlichkeit, Beliebig- keit und Austauschbarkeit in Handlung und Gefühlen fordern auf die Dauer ihren Tribut. Das Stück ist überaus aktuell, geht gerade deshalb auch unter die Haut.

Viel zu einem eindrücklichen Theatererlebnis trägt die Inszenierung bei: Die sich in ihren Aufhängevorrichtungen verheddernden Handys und Flaschen sind Symbol für die vielen Fallstricke, welche dieser oberflächliche Alltag beinhaltet. Die Plexiglaswände auf der Bühne sind am Schluss vollgekritzelt und beschrieben mit all dem Ungesagtem, den offenen Fragen, Gedankenfetzen der Handelnden.

Die Umsetzung des Stücks auf der Bühne ist Zeugnis von überzeugen-der Theaterarbeit, welche die junge Regisseurin Nina Halpern mit dem Ensemble geleistet hat.

Vier der fünf Darstellerinnen und Darsteller sind Neulinge auf der Bühne. In Anbetracht dessen ist es erst recht eindrücklich, wie viel Frische und Unbeschwertheit das junge Ensemble an den Tag legt.

Das Publikum zollte der gut einstündigen Produktion viel verdienten Applaus.

 

Anzeiger vom Rottal, 11.4.2013, Hannes Bucher (gekürzt Geni Ming)

Gastauftritt am 14. Zentralschweizer Kinder- & Jugendtheatertreffen JUTZ

Freitag 14. Juni

20.30 Uhr

Theaterpavillon Luzern