andorra

Regie: Reto Bernhard

Can ist Lehrer in dem fiktiven Staat Andorra. Mit einer Frau aus dem faschistischen Nachbarstaat der „Schwarzen“ hat er ein uneheliches Kind gezeugt.  Aus Angst vor seinen Mitbürgern gibt er vor, es handele sich um ein Judenkind, das er vor den Antisemiten in Schutz genommen habe.

 

Andri wächst in Andorra heran. Die Mitmenschen finden ihre Klischees über Juden bestätigt, und der Junge Andri übernimmt schließlich das Bild, das sie sich von ihm machen. Dass Can ihm verbietet, seine Tochter Barblin zu heiraten, kann sich Andri auch nur dadurch erklären, dass er sich für einen Juden hält.

 

Seine leibliche Mutter wird bei einem Besuch in Andorra durch einen Steinwurf getötet. Niemand anderes als Andri könne der Mörder sein, glauben die Andorraner. Als Andri erfäht, wer er wirklich ist, kann er sich nicht mehr vorstellen, ein Andorraner zu sein und beharrt auf der falschen Identität. Die "Schwarzen", die in Andorra einmarschiert sind, suchen nach Juden unter den Andorranern ("Judenschau") und identifizieren Andri als solchen. Barblin schwört, Andri sei kein Jude, sondern ihr Bruder. Sie wird als "Judenhure" verhöhnt. Man führt Andri ab und tötet ihn.

 

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