Inszenierung 2010

 

Andorra

 

Autor Max Frisch Mundarfassung und Regie Reto Bernhard

 

Gekürzter Text zu Andorra

Can ist Lehrer in dem fiktiven Staat Andorra. Mit einer Frau aus dem faschistischen Nachbarstaat der „Schwarzen“ hat er ein uneheliches Kind gezeugt.  Aus Angst vor seinen Mitbürgern gibt er vor, es handele sich um ein Judenkind, das er vor den Antisemiten in Schutz genommen habe.
Andri wächst in Andorra heran. Die Mitmenschen finden ihre Klischees über Juden bestätigt, und der Junge Andri übernimmt schließlich das Bild, das sie sich von ihm machen. Dass Can ihm verbietet, seine Tochter Barblin zu heiraten, kann sich Andri auch nur dadurch erklären, dass er sich für einen Juden hält.

Seine leibliche Mutter wird bei einem Besuch in Andorra durch einen Steinwurf getötet. Niemand anderes als Andri könne der Mörder sein, glauben die Andorraner. Als Andri erfäht, wer er wirklich ist, kann er sich nicht mehr vorstellen, ein Andorraner zu sein und beharrt auf der falschen Identität. Die "Schwarzen", die in Andorra einmarschiert sind, suchen nach Juden unter den Andorranern ("Judenschau") und identifizieren Andri als solchen. Barblin schwört, Andri sei kein Jude, sondern ihr Bruder. Sie wird als "Judenhure" verhöhnt. Man führt Andri ab und tötet ihn.


 

 

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SCHAUSPIEL ANDRI Philipp Hodel BARBLIN Nina Kurmann LEHRER Silvan Studer MUTTER Selina Lüchinger SIGNORA Selma Güntert SOLDAT Lukas Schumacher WIRT Mario Emmenegger TISCHLER Janine Bürkli GESELLE Chiara Lustenberger JEMAND Carmela Hodel JUDENSCHAUER Matthias Kurmann

 

REGIE Reto Bernhard REGIEASSISTENZ Matthias Kurmann MUSIK Manuel Mahler KOSTÜME Selina Frei, Nina Kurmann BÜHNE Reto Bernhard, Pius Haupt LICHT Pirmin Hodel, Markus Güdel GRAFIK Andi Kiener FOTOS Dominik Schmidli

 

 

Pressestimmen zu „Andorra“


„Die Jugendlichen machen auf der Kleinbühne grosses Theater: schlicht, eindrücklich und nachhaltig….Reto Bernhard inszenierte zurückhaltend, auch in vielen leisen Zwischentönen. Schlichtweg grossartig auch, wie Manuel Mahler am Piano Akzente setzt, das Geschehen untermalt und hinterlegt…Philipp Hodel verkörpert die Hauptrolle von Andri grossartig und spielt sich zusammen mit Nina Kurmann (alias Barblin) und dem ganzen Ensemble tief  und nachhaltig in die Herzen des Publikums.“ Hannes Bucher, Neue Luzerner Zeitung.

 

PRODUKTIONSTEAM Diana Bösch, Pia Bühler, Priska Keller, Anita Vannay, Bruno Buchmann, Franz Kiener, Geni Ming