Porträt eines Planeten

regie: Reto Bernhard

Dürrenmatt bedient sich grotesker Mittel, um die Unzulänglichkeiten der menschlichen Zivilisation aufzuzeigen. Er skizziert Momentaufnahmen unseres Alltags. Erst mit der Zeit wird der Zusammenhang erkennbar, entsteht daraus ein Panorama der Ausweglosigkeit, das in der Katastrophe mündet: Die Jungen, aus deren Liebe Hoffnung wachsen könnte, werden gejagt. Die Alten, in deren Erfahrung die Alternativen zu entdecken wären, sitzen im Altersheim oder in der Irrenanstalt. Doch auch diese Orte sind nicht der Hort der Weisheit: sie teilen sich die Zimmer mit Egoisten, Misanthropen und Blumenzüchtern.